Phantasiegebilde – Sonette an Jenny

Komm! wir wolln in ferne Lande Süsse Zauberin, Weithinwegzuziehn, Festgeknüpft von ew’gem Bande Wo in reinem Aetherbrande Alle Lüfte glühn, Und die Felsen sprühn, Wie verklärte Lichtgewande. Und wir stehn da, tiefversunken, Und von Deiner Nähe trunken In der Liebe Pein, Schwellen wonnig die Gefilde Buhlt der Aetherschein m das magische Gebilde II Gluthvoll in … Weiterlesen …

Gnomenlied

Wir pochen, wir hämmern, Im Morgen und Dämmern, Mit Kunst und Macht; Und ziehen geschäftig, Betriebsam und kräftig Die Werke der Nacht. Ihr Elfen mögt prangen Mit Wind und Verlangen, Ihr kennt nicht das Land, Das tiefverschlossen Glanzübergossen Vor allem stand Hier schwellen die Räume Wie schimmernde Träume, Von Edelgestein; Hier lodert’s von Blitzen, Die … Weiterlesen …

Lied der Elfen

Wir spielen schwebend, Wie Stäubchen bebend Auf Zephyrgluth; Und schaun die Nebel, Und Kraft und Hebel, Wo Erdball ruht. Einst schwebt‘ auf Wellen, Die sprudelnd quellen, Ein Geist aus Licht; Der blickt in Weiten, Und Welten gleiten, Wo’s Auge bricht. Sein Blick gab Leben, Und Berge beben, Und Meere rolln, Und Erde neigen, Und Sterne … Weiterlesen …

Der Sirenen Sang (Ballade)

Die Welle rauscht gelinde, Und spielet mit dem Winde, Und hüpfet hoch hinauf; Und tief aus ihnen heben Sirenen sich und schweben In schöngeformtem Lauf. Sie schlagen ihre Leier In hehrer Himmelsfeier, In süssen Melodien; Sie wissen alle Ferne, Die Erde und die Sterne In ihren Sang zu ziehn. Er faßt so tief und selten, … Weiterlesen …

Die Romanze vom Grab (Napoleon)

Die Winde ziehn, die Wolken eilen, Die Sonne weint, die Sterne stehn, Und Blitze rasch die Luft durchtheilen Und stille Trauerweiden wehn. Es kommen die Wogen, An’s Ufer gezogen, Und tragen Perlen an’s ragende Grab, Und hüpfen auf nassem Wasserstab. Und Meerbeschilfte Götter singen In’s krummgebog’ne Muschelhorn, Vom grossen Mann, von Wunderdingen, Und von der … Weiterlesen …

An Jenny

Kaum kann meine Leier tönen, Denn zu heftig wogt das Blut, Götter konnt‘ ich jezt verhöhnen, Trinken aus Vernichtungsfluth. Dürfen sie nicht Himmel fassen, In sich ziehn der Sterne Glanz, In des Aethers Wellen prassen, Lauschen süssem Sphärentanz? Höhnend werf‘ ich ihre Gaben, Ihnen in das Angesicht, Ihren Staub will ich nicht haben, Und das … Weiterlesen …

An Jenny. Sonette.

Worte! Lügen seid ihr, hohle Schatten, Welche sich um Leben ziehn! Soll ich wehn in euch, ihr Todten, matten, Welche Geister mich durchsprühn? Doch der Erde neid’sche Götter hatten Tief erschaut des Ird’schen Glühn, Mit dem Laute muß der Arme gatten Seines Busens heisses Sprühn. Denn wenn’s kühn und bebend aufgesprungen, In der Seele süssem … Weiterlesen …

Die beiden Harfensängerinnen (Ballade)

„Was treibt dich her zu diesem Schlosse, Zu hauchen tiefen Gluthgesang? Weilt dir daselbst ein Liebgenosse, Zieht er dich her im Seelendrang?“ „Kennst Du ihn, der seelenvoll hier wohnet, Fragst mich, ob ich ihm entbrannt? Hat sein Anblick Ird’sche je belohnet, Die die Sehnsucht hergesandt?“ „Nimmer hab‘ ich ihn im Glanz geschauet Doch der Edelsteine … Weiterlesen …

Sehnsucht (An Jenny)

Einen Harfenspieler seh ich ziehen Leicht mit hoffnungsvollem Sinn Dürft‘ ich weiter, weiter mit ihm fliehen Zu dem kleinen Thale hin Wo die Felsen hoch sich kuppen In der Wolken fernen Sitz Drunter lagern dichte Nebelgruppen Um sie spielet Sturm und Blitz Führt der Wanderstab zu deinem Fenster, Stimmt‘ ich meine Leier tief, Scheuchte von … Weiterlesen …

Seelenmusik (An Jenny)

Manchmal hör’s ich in der Seele klingen Wie in Zauberwort und Spiel, Möcht‘ die heissen Töne gern umschlingen Und ich bat sie oft und viel: „Wollt ihr Holden nicht bei mir verweilen Hört ihr nicht in meine Brust? Warum denn so stürmisch von mir eilen, Gönnt mir doch die süsse Lust!“ „Seht! aus euch will … Weiterlesen …