Ferne zog auf lichten Wellen

Ferne zog auf lichten Wellen Unerschaff’ner Schöpfergeist, Welten wogen, Leben quellen, Ewigkeit sein Auge kreist. Seiner Blicke Allbeseelend Walten Brennt sich magisch fester in Gestalten. Räume beben, Zeiten wallen, Betend um sein Antlitz hin, Fluthen branden, Sphären schallen, Und die gold’nen Sterne ziehn. Segnend winkt sein „aterhaupt Gewährung, Liebend zieht sich um das All Verklärung. … Weiterlesen …

Es tanzt eine Frau im Mondenschein

Es tanzt ’ne Frau im Mondesschein, Die glänzt gar weit in die Nacht hinein, Ihr Kleid, das wallt, ihr Aug‘, das blizt, Wie wenn Demant an Felsen sitzt. „Blau Meer, komm‘ hergegangen, Laß dich holdsüß umfangen, Kränz‘ mir das Haupt mit Weiden, Mußt schön grünblau mich kleiden!“ „Ich bring‘ zart Gold und roth Gestein, Drin … Weiterlesen …

Die beiden Harfensängerinnen (Ballade)

„Was treibt dich her zu diesem Schlosse, Zu hauchen tiefen Gluthgesang? Weilt dir daselbst ein Liebgenosse, Zieht er dich her im Seelendrang?“ „Kennst Du ihn, der seelenvoll hier wohnet, Fragst mich, ob ich ihm entbrannt? Hat sein Anblick Ird’sche je belohnet, Die die Sehnsucht hergesandt?“ „Nimmer hab‘ ich ihn im Glanz geschauet Doch der Edelsteine … Weiterlesen …

Kleines Büchlein du darfst eilen

Kleines Büchlein, du darfst eilen Hin zum frohen Siegersitz, Und ich kann den Weg nicht theilen, Denn mich traf des Jovis Blitz. Geh! in dürftigen Gewanden, Trag‘ des Herren Trauerkleid, Schmucklos, wie es ziemt Verbannten, Wie’s gebeut der Sturm der Zeit. Purpur’n soll kein Schleier prangen, Um dich in Violenblut, Sehnsucht ach! und leer Verlangen … Weiterlesen …

Wasser rauscht so seltsam dort

Wasser rauscht so seltsam dort, Kreist sich in Wellen fort, Glaubt wohl! es fühle nicht, Wie sich die Woge bricht, Kalt sei’s im Herzen, kalt in dem Sinn, Rausche nur, rausche nur hin Doch in den Wellen, im Abgrund heiß, Sizt gar ein alternder Greis, Tanzt auf, tanzt ab, wenn der Mond sich zeigt, Wenn … Weiterlesen …

Zieht sie krampfhaft an’s Herz

Zieht sie krampfhaft an’s Herz, Schaut so dunkel in’s Auge: „Viel Lieb‘ brennt dich Schmerz, Bebst, bebst meinem Hauche?“ „Hast getrunken die Seele, Mein, mein deine Gluth, Glänz‘ meine Juweele, Glänz‘, glänz‘ Jugendblut!“ „Holder schaust so bleich, Sprichst so wunderselten, Sieh‘, wie Sangesreich Ziehn am Himmel Welten!“ „Ziehn, ziehn, Liebchen, ziehen, Sprühn Sterne, sprühn, Hinauf, … Weiterlesen …

Was seufzt die Brust, was glüht der Blick

„Was seufzt die Brust, was glüht der Blick, Was brennen all‘ die Venen, Als drückt‘ dich Nacht, als peitscht‘ Geschick, Hinab in Sturm Dein Sehnen?“ „Zeig‘ mir das Aug‘, wie Glockenklang, Gefaßt in Regenbogen, Wo’s strömt wie Gluth, wo perlt Gesang, Wo Stern‘ herüberwogen!“ „Mir träumt‘ davon, mir träumt‘ so schwer, Kannst nimmer wohl es … Weiterlesen …

Es zieht gar seltsam sein Ohr entlang

Es zieht gar seltsam sein Ohr entlang, Wie Harfenlust, wie Saitenklang. Ruft wach den Sängermeister; „Wie klopft die Brust so hoch, so bang, Was schallt herüber für Gesang, Als klagten Stern‘ und Geister?“ Er rafft sich auf, er springt empor, Streckt aus sein Haupt in Schattenflor, Da sieht er’s golden streifen; „Folg‘ Sänger, Stufen auf … Weiterlesen …

Männerl und Trommerl

Ei Trommerl is kei Männerl und es Männerl is kei Trumm. Die Tronamerl is gar klug und das Männerl is gar dumm. Die Trommerl is gebunden und ’s Männerl is gestellt; Und die Trommerl bleibt sitzen, wenn’s Männerl auch fällt Und ’s wüthend Männer!, das schlägt sie und ’s klein Trommerl, das klingt, Und ’s … Weiterlesen …

Freudig wogten rings die Reihen

Freudig wogten rings die Reihen, Leben schien mit Lust vermählt Und dem Glücke sich zu weihen, Hielt sich jeder auserwählt. Höher blitzt das Roth der Wangen Rascher flicht des Herzens Lauf Und ein seliges Verlangen Trägt zu Himmeln kühn hinauf Bruderkuß und Herzenseinung Schliesset alle in den Kreis Nicht mehr trennen Stand und Meinung, Liebe … Weiterlesen …